JuraForum.de > Urteile > OVG-SACHSEN-ANHALT > Beschluss vom 02.08.2007, Aktenzeichen: 4 M 44/07
| Leitsatz: | 1. Der erkennende Senat hält - wie im Gebührenrecht (vgl. Urt. v. 27. Juli 2006 - 4 K 253/05 -) - im Grundsatz an der Rechtsprechung des für das Anschlussbeitragsrecht bislang zuständigen 1. Senats fest, dass der in einer Beitragssatzung festgesetzte Beitragssatz nur dann unwirksam ist, wenn er im Ergebnis gegen höherrangiges Recht verstößt (OVG LSA, Urt. v. 7. September 2000 - 1 K 14/00 -; Beschl. v. 15. Juni 2004 - 1 L 437/02 -, jeweils zit. nach JURIS). 2. Ein die erneute Heranziehung zu einem Beitrag ausschließender Vertrauensschutz könnte sich - von anderen Voraussetzungen abgesehen - aus einem Aufhebungsbescheid nur dann ergeben, wenn der Beitragsschuldner im Vertrauen auf den Bescheid etwas ins Werk gesetzt hätte (Vertrauensbetätigung) und diese Vertrauensbetätigung schutzwürdig wäre (vgl. BVerwG, Urt. v. 16. Juni 1989 - 8 C 39.87 -, NVwZ-RR 1990, 323, 324 m.w.N.; OVG LSA, Beschl. v. 25. Juli 2006 - 4 M 293/06 -). |
| Rechtsgebiete: | LSA-KAG |
| Vorschriften: | LSA-KAG § 6 Abs. 1 S. 1, |
| Stichworte: | Aufwandsüberschreitungsverbot, Beitrag, Beitragskalkulation, Kalkulation, Nachkalkulation, |
| Verfahrensgang: | VG Dessau-Roßlau, 2 B 194/06 vom 23.01.2007 |
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