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JuraForum.deUrteileOVG-SACHSEN-ANHALTBeschluss vom 02.04.2004, Aktenzeichen: 5 L 11/03 

OVG-SACHSEN-ANHALT – Aktenzeichen: 5 L 11/03

Beschluss vom 02.04.2004


Leitsatz:1. Zum Rechtsschutzbedürfnis für die Überprüfung einer vorläufigen Regelung gem. § 61 Abs. 5 PersVG LSA im Beschlussverfahren gem. § 83 ArbGG.

2. Der Personalrat kann die Zustimmung zur Einstellung einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin an einer Universität aus jedem sachlichen Grund verweigern, der im Aufgaben- und Pflichtenkreis des Personalrats eine Grundlage findet. Die Freiheit von Forschung und Lehre gem. Art. 5 Abs. 3 GG entbindet nicht von der Einleitung des Mitbestimmungsverfahrens.

3. Die Begründung für eine vorläufige Regelung gem. § 61 Abs. 5 Satz 2 PersVG LSA muss die Gründe erkennen lassen, aus denen die Maßnahme aus Sicht der Dienststelle der Natur der Sache nach keinen Aufschub duldet.
Rechtsgebiete:LSA-PersVG, GG, ArbGG
Vorschriften:LSA-PersVG § 61 III 7, LSA-PersVG § 61 V, LSA-PersVG § 99, BPersVG § 77 II, GG Art. 5 III, ArbGG § 85 III, ArbGG § 83,
Stichworte:Regelung, vorläufige, Rechtsschutzbedürfnis, Erledigung, Wiederholungsgefahr, Rechtsfrage, abstrakte, Zustimmung, Verweigerung der Forschung und Lehre, Begründungspflicht,
Verfahrensgang:VG Halle 11 A 11/02 vom 21.01.2003

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