JuraForum.de > Urteile > OVG-SAARLAND > Beschluss vom 26.02.2007, Aktenzeichen: 3 Q 144/06
| Leitsatz: | a) Ein Vorstandsbeschluss, durch den ein Mitglied einer Wählergemeinschaft wegen vereinigungsschädigenden Verhaltens aus der Vereinigung ausgeschlossen wird, ist unwirksam, wenn an ihm ein Vorstandsmitglied teilgenommen hat, das durch das vorgeworfene Verhalten selbst verletzt worden ist (im Anschluss an BGH, Urteil vom 27.10.1980 II ZR 62/80 - NJW 1981, 744; OLG Karlsruhe, Urteil vom 10.12.1995 - 3 U 26/95 - NJW - RR 1996, 1503). b) Zielte das einem Mitglied einer Wählergemeinschaft als vereinigungsschädigend vorgeworfene Verhalten u.a. darauf ab, den Vorsitzenden der Vereinigung abzulösen, so ist dieser als Verletzter anzusehen, der gehindert ist, an Entscheidungen über den Ausschluss des Mitgliedes mitzuwirken. |
| Rechtsgebiete: | VwGO, KWG |
| Vorschriften: | VwGO § 124 Abs. 2 Nr. 1, VwGO § 124 Abs. 2 Nr. 2, KWG § 44 Abs. 3 Satz 3, |
| Verfahrensgang: | VG Saarland 11 K 162/05 vom 14.07.2006 |
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