JuraForum.de > Urteile > OVG-RHEINLAND-PFALZ > Urteil vom 21.07.2006, Aktenzeichen: 2 A 10575/06.OVG
| Leitsatz: | 1. § 2 Abs. 2 Satz 2 BVO fingiert eine Beihilfeberechtigung nur für arbeitslose oder in Ausbildung befindliche Kinder eines Beihilfeberechtigten (§ 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 1 und 2 EStG); die Vorschrift ist bei Kindern, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung außer Stande sind, sich selbst zu unterhalten (§ 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 3 EStG) nicht entsprechend anwendbar. 2. Die beihilferechtliche Differenzierung gemäß § 2 Abs. 2 Satz 2 BVO verletzt weder den allgemeinen Gleichheitssatz noch führt sie zu einer grundgesetzwidrigen Benachteiligung von Behinderten. |
| Rechtsgebiete: | GG, EStG, BVO |
| Vorschriften: | GG Art. 3 Abs. 1, GG Art. 3 Abs. 3 Satz 2, GG Art. 3 Abs. 3, GG Art. 3, EStG § 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 3, EStG § 32 Abs. 4 Satz 1, EStG § 32 Abs. 4, EStG § 32, EStG § 32 Abs. 4 Satz 2, BVO § 2 Abs. 2 Satz 1, BVO § 2 Abs. 2 Satz 2, BVO § 2 Abs. 2, BVO § 2, |
| Stichworte: | Beamter, Beihilfe, Kind, berücksichtigungsfähige Angehörige, Familienzuschlag, kinderbezogener Anteil im Familienzuschlag, Familienzuschlag Stufe 2, Kindergeld, Kindergeldberechtigung, Einkommensteuerrecht, Selbstunterhalt, Leistungen, Erwerbsunfähigkeitsrente, Rente, Urteil, Rechtskraft, Bindung, Bindungswirkung, Finanzgericht, arbeitslos, körperliche, geistige oder seelische Behinderung, außer Stande zum Selbstunterhalt, Ausbildung, Einkommensgrenze, Analogie, Regelungslücke, Gleichheitssatz, Benachteiligung Behinderter, Fürsorgepflicht, |
| Verfahrensgang: | VG Neustadt an der Weinstraße 6 K 488/05.NW vom 10.10.2005 |
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