JuraForum.de > Urteile > OVG-RHEINLAND-PFALZ > Urteil vom 10.10.2006, Aktenzeichen: 10 A 10785/05.OVG
| Leitsatz: | Die Christen aus dem Irak wegen Gegnerschaft zum Regime Saddam Husseins zuerkannte Flüchtlingseigenschaft darf widerrufen werden, weil diesen im Irak nunmehr nicht mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit Verfolgung aus religiösen Gründen droht. Für aus dem Ausland zurückkehrende Christen besteht überdies im kurdisch kontrollierten Nordirak eine inländische Fluchtalternative, sofern sie dort über ein soziales Beziehungsgeflecht verfügen. |
| Rechtsgebiete: | GG, AuslG 1990, AufenthG, AsylVfG, GFK, EU-RL 2004/83 |
| Vorschriften: | GG Art. 16 a, AuslG 1990 § 51, AuslG 1990 § 51 Abs. 1, AuslG 1990 § 53, AufenthG § 60, AufenthG § 60 Abs. 1, AufenthG § 60 Abs. 2, AufenthG § 60 Abs. 7, AsylVfG § 73, AsylVfG § 73 Abs. 1 Satz 1, GFK Art. 1, GFK Art. 1 Abschnitt C Nr. 5 Satz 1, EU-RL 2004/83, |
| Stichworte: | Asylrecht, Flüchtlingseigenschaft, Widerruf, "Wegfall der Umstände"-Klausel, Änderung der Verhältnisse, politische Verfolgung, Irak, chaldäische Christen, Christen, Chaldäer, Assyro-Chaldäer, Bagdad, Nordirak, |
| Verfahrensgang: | VG Koblenz 2 K 2734/04.KO vom 27.04.2005 |
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