JuraForum.de > Urteile > OVG-RHEINLAND-PFALZ > Urteil vom 01.10.2003, Aktenzeichen: 9 C 10827/03.OVG
| Leitsatz: | Änderungen des Flurbereinigungsgebietes sind nur dann geringfügig im Sinne von § 8 Abs. 1 Satz 1 FlurbG, wenn sie nicht die Frage aufwerfen, ob die Voraussetzungen der Flurbereinigung, nämlich ihre Erforderlichkeit und das Interesse der Beteiligten, gegeben sind (§ 4 FlurbG), sondern wenn es lediglich darum geht, das Flurbereinigungsgebiet so zu begrenzen, dass der Zweck des bereits angeordneten Verfahrens möglichst vollkommen erreicht wird (§ 7 Abs. 1 Satz 2 FlurbG). Das ist der Fall, wenn die Gebietsänderung nicht so wesentlich ist, dass das förmliche Verfahren nach §§ 4 - 6 FlurbG und die Änderung der Zusammensetzung des Vorstandes nach § 21 Abs. 6 FlurbG notwendig erscheinen (wie BVerwG, Urteil vom 16. April 1971 - IV C 36.68 - in DÖV 1972, 173; Flurbereinigungsgericht Koblenz, Beschluss vom 14. Oktober 1988 - 9 B 5/88 - in RdL 1989, 217). |
| Rechtsgebiete: | FlurbG |
| Vorschriften: | FlurbG § 4, FlurbG § 5 Abs. 1, FlurbG § 7 Abs. 1, FlurbG § 8, FlurbG § 8 Abs. 1, FlurbG § 8 Abs. 2, |
| Stichworte: | Flurbereinigungsgebiet, Änderung, geringfügig, erheblich, Gebietsänderung, Aufklärungsversammlung, |
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