JuraForum.de > Urteile > OVG-RHEINLAND-PFALZ > Beschluss vom 24.01.2007, Aktenzeichen: 6 E 11489/06.OVG
| Leitsatz: | 1. Eine sog. Passverfügung zur Durchsetzung der einem rechtskräftig abgelehnten Asylbewerber obliegenden Ausreiseverpflichtung findet ihre Rechtsgrundlage in § 15 AsylVfG. Bei einem sich anschließenden Rechtsstreit handelt es sich um ein Asylstreitverfahren im Sinne des §§ 11, 74 ff. und 80 AsylVfG. 2. Unabhängig von der Anwendbarkeit des § 15 AsylVfG ist eine Rechtsstreitigkeit auch dann eine asylverfahrensrechtliche, wenn die Passverfügung - ob zu Recht der Unrecht - tatsächlich hierauf gestützt worden ist (im Anschluss an BVerwG, Urteil vom 31.03.1992 - 9 C 155.90 - NVwZ 1993, 276). |
| Rechtsgebiete: | AufenthG, AsylVfG, GKG, RVG |
| Vorschriften: | AufenthG § 42 Abs. 4, AufenthG § 82 Abs. 4, AsylVfG § 11, AsylVfG § 15 Abs. 2 Nr. 4, AsylVfG § 15 Abs. 2 Nr. 6, AsylVfG § 15 Abs. 5, AsylVfG § 75, AsylVfG § 80, GKG § 52 Abs. 1, GKG § 53 Abs. 3 Nr. 2, RVG § 30, RVG § 33, |
| Stichworte: | Asylbewerber, abgelehnter Asylbewerber, Asylverfahren, Ausreiseverpflichtung, Passverfügung, Pass, Ordnungsverfügung, Gegenstandswert, Streitwert, Streitwertbeschwerde, Aufenthaltsrecht, Aufenthaltsgestattung, Asylverfahrensrecht, asylverfahrensrechtlich, zwangsweise Vorführung, sofortige Vollziehung, Mitwirkungspflichten, Beschwerdeausschluss, Rechtsmittel, |
| Verfahrensgang: | VG Neustadt/Wstr. 1 K 1749/06.NW vom 10.11.2006 |
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