JuraForum.de > Urteile > OVG-RHEINLAND-PFALZ > Beschluss vom 23.01.2009, Aktenzeichen: 10 B 11145/08.OVG
| Leitsatz: | Die vom EuGH in seinen Urteilen vom 26. Juni 2008 - C 329/07 (Wiedemann) und C 343/06 (Funk) - für den Fall der offenbaren Verletzung des Wohnsitzerfordernisses herausgestellte Nichtanerkennungsbefugnis hat zur Folge, dass sich die Wirksamkeit dieser Fahrerlaubnis für die Bundesrepublik nach Maßgabe des § 28 Abs. 4 Nrn. 2 und 3 FeV beurteilt. Hatte der Inhaber einer solchermaßen erworbenen Fahrerlaubnis zum Zeitpunkt der Ausstellung seinen ordentlichen Wohnsitz im Bundesgebiet, findet insoweit § 28 Abs. 4 Nr. 2 FeV (vgl. § 28 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 FeV 2009) Anwendung, ohne dass es darauf ankommt, ob dem Betreffenden im Inland zuvor eine frühere Fahrerlaubnis entzogen worden war. |
| Rechtsgebiete: | Richtlinie 91/439/EWG, FeV |
| Vorschriften: | Richtlinie 91/439/EWG Art. 1, Richtlinie 91/439/EWG Art. 1 Abs. 2, Richtlinie 91/439/EWG Art. 7, Richtlinie 91/439/EWG Art. 7 Abs. 1, FeV § 28, FeV § 28 Abs. 1, FeV § 28 Abs. 4 Nr. 2, FeV § 28 Abs. 4 Nr. 3, FeV § 28 Abs. 4, FeV § 28 Abs. 5, |
| Stichworte: | EU-Fahrerlaubnis, EuGH-Urteile vom 26. Juni 2008 - C 329/07 (Wiedemann), C 343/06 (Funk), Nichtanerkennungsbefugnis, Verletzung des Wohnsitzerfordernisses, Unwirksamkeit im Inland kraft Gesetzes, Ersterteilung, ohne vorherige Entziehung im Inland, |
| Verfahrensgang: | VG Neustadt/Wstr., 3 L 1059/08.NW vom 24.09.2008 |
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