JuraForum.de > Urteile > OVG-RHEINLAND-PFALZ > Beschluss vom 08.12.2006, Aktenzeichen: 6 B 11232/06.OVG
| Leitsatz: | 1. Gegen den Antrag der Vollstreckungsbehörde auf Fortsetzung des Zwangsversteigerungsverfahrens aus einem vollstreckungsgerichtlichen Beitrittsbeschluss kann der Vollstreckungsschuldner, der das Vorliegen der Voraussetzungen des § 59 Abs. 3 LVwVG bestreitet, jedenfalls dann um einstweiligen Rechtsschutz nach § 123 Abs. 1 VwGO nachsuchen, wenn die Vollstreckungsbehörde die unverzügliche Mitteilung nach § 59 Abs. 2 Satz 2 LVwVG unterlassen hat. 2. § 59 Abs. 3 LVwVG schreibt weitergehend als § 322 Abs. 4 AO die Subsidiarität der Immobiliarvollstreckung zwingend vor. |
| Rechtsgebiete: | VwGO, LVwVG, AO, ZVG |
| Vorschriften: | VwGO § 123 Abs. 1 S. 1, VwGO § 123 Abs. 5, LVwVG § 59 Abs. 2, LVwVG § 59 Abs. 3, LVwVG § 59 Abs. 4, AO § 322 Abs. 3 S. 2, ZVG § 29, |
| Stichworte: | vorläufiger Rechtsschutz, einstweilige Anordnung, Vorwegnahme der Hauptsache, Immobiliarvollstreckung, Zwangsversteigerung, Antrag auf Fortsetzung, Bestätigung der Vollstreckbarkeit, Mitteilung über Vollstreckungsantrag, Rechtsqualität, Verwaltungsakt, Vollstreckungsbehörde, Vollstreckungsgericht, Aufgaben- und Verantwortungsteilung, Bindungswirkung, Folgenbeseitigung, Subsidiarität der Immobiliarvollstreckung, |
| Verfahrensgang: | VG Neustadt an der Weinstraße 4 L 1437/06.NW vom 15.09.2006 |
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