JuraForum.de > Urteile > OVG-NORDRHEIN-WESTFALEN > Urteil vom 29.04.2005, Aktenzeichen: 15 A 2667/02
| Leitsatz: | 1. Für eisenbahnrechtlich gewidmete Grundstücke entsteht die Kanalanschlussbeitragspflicht nicht mit der bloßen Möglichkeit des Anschlusses, sondern frühestens mit dem tatsächlichen Anschluss. 2. Wird in einem Beitragsbescheid die niedrigere Festsetzung des Beitrags aus Billigkeitsgründen nach § 12 Abs. 1 Nr. 4 Buchst. b KAG NRW i.V.m. § 163 Satz 1 und 3 AO verfügt, darf im auf den Widerspruch gegen die Beitragsfestsetzung ergehenden Widerspruchsbescheid nur dann ein davon abweichender höherer Beitrag festgesetzt werden, wenn die begünstigende Billigkeitsentscheidung nach § 12 Abs. 1 Nr. 3 Buchst. b KAG NRW i.V.m. § 130 Abs. 2 oder § 131 Abs. 2 AO aufgehoben worden ist. 3. Einzelfall eines Hindernisses für die Entstehung der Teilbeitragspflicht für Niederschlagswasser auf Grund einer Verpflichtung des Grundstückseigentümers zu ortsnaher Niederschlagswasserbeseitigung nach § 51a LWG. |
| Rechtsgebiete: | KAG NRW, BBahnG, AEG, LWG |
| Vorschriften: | KAG NRW § 8, BBahnG § 36, AEG § 18, LWG § 51a, |
| Verfahrensgang: | VG Düsseldorf 5 K 8549/97 |
| Rechtskraft: | ja |
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