OVG-NORDRHEIN-WESTFALEN – Aktenzeichen: 14 A 3101/03

Urteil vom 03.11.2005


Leitsatz:1. Eine zur Prüfungsunfähigkeit im medizinischen Sinne führende Belastungsreaktion kann als wichtiger Grund den Rücktritt von einer Prüfung rechtfertigen, wenn sie ihre Ursache in einer vom Prüfling nicht bewältigten, weil nicht erkannten chronischen Überlastungssituation mit psychosomatischer Reaktionsbildung hat.

2. Einzelfall einer vom Prüfling wegen der soziokulturellen Besonderheiten der Herkunft und wegen der besonderen Gegebenheiten im Migrationsprozess nicht erkannten Überlastungssituation.

3. Zur Rechtzeitigkeit der Rücktrittserklärung und zur Verbindlichkeit amtsärztlicher Atteste.
Rechtsgebiete:ÄAppO
Vorschriften:§ 18 Abs. 1 ÄAppO, § 18 Abs. 1 Satz 1 ÄAppO, § 18 Abs. 1 Satz 3 ÄAppO
Verfahrensgang:VG Aachen 5 K 1164/01
Rechtskraft:ja

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Ein Antrag auf Fortsetzung eines gerichtlichen Asylverfahrens, der ca. 1 1/4 Jahr nach der gesetzlichen Verfahrensbeendigung (§ 81 AsylVfG) gestellt wird, ist wegen Verwirkung unzulässig.
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