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JuraForum.deUrteileOVG-NORDRHEIN-WESTFALENBeschluss vom 29.10.2008, Aktenzeichen: 13 B 1317/08 



OVG-NORDRHEIN-WESTFALEN – Aktenzeichen: 13 B 1317/08

Beschluss vom 29.10.2008


Leitsatz:Die gemäß Art. 11 Abs. 5 und 6 der Verordnung (EG) Nr. 882/2004 bestehende Verpflichtung der Behörde, die Möglichkeit des betroffenen Lebensmittelunternehmers zur Einholung eines Gegengutachtens zu gewährleisten, beinhaltet auch eine Pflicht der Behörde zur Benachrichtigung des Unternehmers über zurückgelassene Zweit- oder Teilproben.

Der Verstoß gegen diese Pflicht kann die Verwertbarkeit des Ergebnisses einer amtlichen Probenahme im gerichtlichen Verfahren einschränken oder ausschließen.
Rechtsgebiete:VO (EG) Nr. 882/2004, Richtlinie 89/397/EWG, EMRK, LFGB
Vorschriften:VO (EG) Nr. 882/2004 Art. 11 Abs. 5, VO (EG) Nr. 882/2004 Art. 11 Abs. 6, Richtlinie 89/397/EWG Art. 7, EMRK Art. 6 Abs. 1, LFGB § 11 Abs. 1, LFGB § 39 Abs. 2, LFGB § 43,
Verfahrensgang:VG Düsseldorf, 16 L 1222/08
Rechtskraft:ja

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