JuraForum.de > Urteile > OVG-NORDRHEIN-WESTFALEN > Beschluss vom 17.02.2003, Aktenzeichen: 1 B 2544/02.PVL
| Leitsatz: | Der Charakter des personalvertretungsrechtlichen Beschlussverfahrens als eines objektiven Verfahrens hindert nicht den Erlass einer einstweiligen Verfügung mit einem Ausspruch verfahrensrechtlichen Inhalts in dem Sinne, dass er sich auf Verfahrenshandlungen bezieht, wie hier die Verpflichtung, dem Mitbestimmungsverfahren einstweilen Fortgang zu geben (Abkehr von der Rechtsprechung des OVG NRW, Beschlüsse vom 14.10.1991 - 1 B 1690/91.PVL -, PersR 1992, 68, und vom 6.9.1994 - 1 B 1548/94 PVB -, PersR 1994, 571.) Zum Erlass einer einstweiligen Verfügung im personalvertretungsrechtlichen Beschlussverfahren, die auf die Verpflichtung des Dienststellenleiters zielt, einem - offensichtlich zu Unrecht - unter Hinweis auf eine - vermeintlich - nach § 66 Abs. 3 Satz 4 LPVG NRW unbeachtliche Zustimmungsverweigerung abgebrochenen Mitbestimmungsverfahren einstweilen Fortgang zu geben. |
| Rechtsgebiete: | LPVG NRW, ArbGG, ZPO |
| Vorschriften: | LPVG NRW § 79 Abs. 2 Satz 1, LPVG NRW § 66 Abs. 3 Satz 4, ArbGG § 85 Abs. 2 Satz 1, ZPO § 935, ZPO § 940, |
| Verfahrensgang: | VG Münster 22 L 1696/02.PVL |
| Rechtskraft: | ja |
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