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JuraForum.deUrteileOVG-NORDRHEIN-WESTFALENBeschluss vom 17.01.2007, Aktenzeichen: 18 A 1465/05 



OVG-NORDRHEIN-WESTFALEN – Aktenzeichen: 18 A 1465/05

Beschluss vom 17.01.2007


Leitsatz:1. Stellt ein Ausweisungstatbestand auf rechtskräftige strafgerichtliche Verurteilungen ab, so ist bei der Anwendung keine Prüfung erforderlich, ob der Betroffene tatsächlich eine Straftat begangen hat.

2. Ist aufgrund gesetzlicher Vorschriften jedoch eine ausländerrechtliche Beurteilung erforderlich - beispielsweise ob schwerwiegende Gründe der öffentlichen Sicherheit und Ordnung vorliegen -, darf die Ausländerbehörde die tatsächlichen Feststellungen des Strafgerichts, an die sie nicht gebunden ist, ihrer Entscheidung in der Regel zugrunde legen. (Im Anschluss an Senatsbeschluss vom 25.4.1995 - 18 B 3183/93 -, NWVBl. 1995, 438 = NVwZ-RR 1996, 173 = EZAR 030 Nr. 2, 2.5.11 a.F.)
Rechtsgebiete:AuslG, AufenthG, EMRK
Vorschriften:AuslG § 47 Abs. 1 Nr. 1, AufenthG § 53 Nr. 1, EMRK Art. 8 Abs. 2,
Verfahrensgang:VG Düsseldorf 7 K 8728/02
Rechtskraft:ja

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