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JuraForum.deUrteileOVG-NORDRHEIN-WESTFALENBeschluss vom 08.08.2008, Aktenzeichen: 13 B 1022/08 

OVG-NORDRHEIN-WESTFALEN – Aktenzeichen: 13 B 1022/08

Beschluss vom 08.08.2008


Leitsatz:Die Behörde kann auf der Grundlage von § 39 Abs. 2 S. 1 i.V.m. Abs. 2 S. 2 Nr. 4 LFGB die Rücknahme eines Erzeugnisses auch dann anordnen, wenn es nicht um Verstöße im Zusammenhang mit der Lebensmittelsicherheit geht, sondern um Verstöße im Zusammenhang mit der Aufmachung und Kennzeichnung von Lebensmitteln; auch die Verordnung (EG) 178/2002 ("Basis-VO") steht dem nicht entgegen.

Das Recht auf Gegenprobe gemäß Art. 11 Abs. 5 und 6 der Verordnung (EG) 882/2004 kann durch das in § 43 LFGB geregelte Verfahren jedenfalls dann gewahrt werden, wenn der Unternehmer von der Behörde über das Zurücklassen der Probe informiert wird.
Rechtsgebiete:EGV, VO (EG) 178/2002, VO (EG) 882/2004, LFGB, LMKV, VwGO
Vorschriften:EGV Art. 28, EGV Art. 30, VO (EG) 178/2002 Art. 14, VO (EG) 178/2002 Art. 16, VO (EG) 178/2002 Art. 17, VO (EG) 178/2002 Art. 19, VO (EG) 882/2004 Art. 11 Abs. 5, VO (EG) 882/2004 Art. 11 Abs. 6, VO (EG) 882/2004 Art. 54, LFGB § 11 Abs. 1, LFGB § 39 Abs. 2 S. 1, LFGB § 39 Abs. 2 S. 2 Nr. 4, LFGB § 39 Abs. 6, LFGB § 43, LMKV § 3 Abs. 1 Nr. 3, LMKV § 5, LMKV § 6, VwGO § 80 Abs. 3 S. 1,
Verfahrensgang:VG Düsseldorf, 16 L 1038/08

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