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JuraForum.deUrteileOVG-BERLINUrteil vom 22.05.2003, Aktenzeichen: OVG 6 B 17.03 



OVG-BERLIN – Aktenzeichen: OVG 6 B 17.03

Urteil vom 22.05.2003


Leitsatz:1. Wegen der Systematik der Widerrufstatbestände ist der Widerrufsgrund der nachträglich eingetretenen Tatsachen i.S.d. § 49 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 VwVfG einschränkend auszulegen.

2. Den Beschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplans als Widerrufsgrund i.S.d. § 49 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 VwVfG auszulegen, widerspicht den fachgesetzlichen Regelungen des Baugesetzbuches, die ein differenziertes planerisches Instrumentarium zur Sicherung der gemeindlichen Planungsabsichten bereithalten.
Rechtsgebiete:VwVfG, BauGB
Vorschriften:VwVfG § 49 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3, VwVfG § 49 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4, VwVfG § 49 Abs. 2 Satz 1 Nr. 5, BauGB § 14 Abs. 3,
Stichworte:Widerruf einer Baugenehmigung, Widerruf nach Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens, Normenkontrollverfahren OVG 6 A 12.03, Aufstellungsbeschluss, Veränderungssperre, geänderte Rechtsvorschrift, nachträgliche Tatsache, Rechtstatsachen, schwere Nachteile für das Gemeinwohl, Verkehr, Verkehrskonzept, Arkade,
Verfahrensgang:VG Berlin VG 19 A 78.98 vom 09.12.1998

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