JuraForum.de > Urteile > OVG-BERLIN > Urteil vom 07.03.2003, Aktenzeichen: OVG 2 B 1.97
| Leitsatz: | Für die Bestimmung des § 8 Abs. 1 BauO Bln, nach der die nicht überbauten Flächen bebauter Grundstücke in einer Tiefe von 5 m hinter der Straßenbegrenzung als Vorgärten gärtnerisch anzulegen sind, ist allein maßgebend, ob die Fläche faktisch nicht überbaut ist. Eine Bebauung der Fläche - im Streitfall durch Stellplätze eines Autohandels - schließt deren rechtliche Qualifikation der Fläche als nicht überbaut jedoch nur aus, soweit sie baurechtlich legal ist, wobei § 8 Abs. 1 BauO Bln selbst kein eigenständiges Bauverbot trifft. 2. Bei dem bauordnungsrechtlichen Begrünungsgebot für Vorgartenflächen handelt es sich um eine spezielle, das allgemeine Verunstaltungsverbot des § 10 Abs. 2 BauO Bln miterfassende, positiv auf eine das Orts- und Straßenbild belebende Gestaltung der betreffenden Flächen abzielende Bestimmung. |
| Rechtsgebiete: | BauO Bln, ASOG, BauNVO |
| Vorschriften: | BauO Bln § 2 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1, BauO Bln § 2 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4, BauO Bln § 8 Abs. 1, BauO Bln § 10 Abs. 2, BauO Bln § 55 Abs. 2 Nr. 2, ASOG § 17, BauNVO § 23 Abs. 4, BauNVO § 23 Abs. 5, |
| Stichworte: | Baurecht, Stellplätze für Autohandel im Vorgarten, Begrünungsanordnung, Ermessen, |
| Verfahrensgang: | VG Berlin VG 19 A 631.93 vom 23.10.1996 |
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