JuraForum.de > Urteile > OVG-BERLIN-BRANDENBURG > Urteil vom 20.05.2008, Aktenzeichen: OVG 11 B 2.08
| Leitsatz: | Empfänger von Arbeitslosengeld II mit Zuschlägen nach § 24 SGB II können auch dann keine Befreiung von der Rundfunkgebührenpflicht beanspruchen, wenn der jeweilige Zuschlag die monatlichen Rundfunkgebühren unterschreitet. § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 RGebStV schließt es aus, in derartigen Fällen einen besonderen Härtefall i.S.v. § 6 Abs. 3 RGebStV anzunehmen. Dies führt auch nicht zu einer Verletzung des allgemeinen Gleichheitssatzes, des Rechts auf (gleichen) Zugang zu den allgemein zugänglichen Informationsquellen oder eines verfassungsrechtlich oder einfachgesetzlich garantierten Existenzminimums. |
| Rechtsgebiete: | GG, RGebStV, SGB II |
| Vorschriften: | GG Art. 1 Abs. 1, GG Art. 3 Abs. 1, GG Art. 5 Abs. 1 Satz 1, 2, GG Art. 20 Abs. 1, RGebStV § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3, RGebStV § 6 Abs. 3, RGebStV § 10, SGB II § 20 Abs. 2, SGB II § 24, |
| Stichworte: | Befreiung von den Rundfunkgebühren aus sozialen Gründen, ALG II-Empfänger mit geringen Zuschlägen, besondere Härte, verfassungskonforme Auslegung, teleologische Reduktion, Informationsfreiheit, Gleichheitssatz, Sozialstaatsprinzip, Existenzminimum, |
| Verfahrensgang: | VG Berlin, 27 A 149.06 vom 12.09.2007 |
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