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JuraForum.deUrteileOLG-ZWEIBRüCKENUrteil vom 20.12.2001, Aktenzeichen: 4 U 131/00 



OLG-ZWEIBRüCKEN – Aktenzeichen: 4 U 131/00

Urteil vom 20.12.2001


Leitsatz:1. Zur den Voraussetzungen einer Haftung des bürgenden Gesellschafters nach den Regeln über Eigenkapital ersetzende Gesellschaftersicherheiten.

2. Der Bürge, der bei Abgabe seines Bürgschaftsversprechens für eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung noch kein Gesellschafter und auch nicht Geschäftsführer der Hauptschuldnerin war, kann sich nicht auf die Regeln der sog. Anlassrechtsprechung berufen, sondern muss eine für "alle bestehenden und künftigen - auch bedingten oder befristeten - Ansprüche" übernommene Formularbürgschaft in vollem Umfang gegen sich gelten lassen, wenn er auch zu Zeiten, zu denen ihm die Gesellschafter- oder Geschäftsführerstellung fehlte, Art und Umfang der von ihm verbürgten Kredite kannte und auf Grund seiner faktischen Stellung im Stande war, den Umfang der Kreditaufnahme zu bestimmen.
Rechtsgebiete:GmbHG, BGB, AGBG
Vorschriften:GmbHG § 30, GmbHG § 31, GmbHG § 32 a Abs. 2, GmbHG § 32 a Abs. 3 Satz 2, GmbHG § 32 b Abs. 1, GmbHG § 32 b Abs. 2, BGB § 765, AGBG a.F. § 3, AGBG a.F. § 9,
Stichworte:Haftung des bürgenden Gesellschafters nach Eigenkapitalersatzregeln,
Verfahrensgang:LG Frankenthal 7 O 451/99

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