JuraForum.de > Urteile > OLG-ZWEIBRüCKEN > Beschluss vom 03.05.2005, Aktenzeichen: 3 W 112/05
| Leitsatz: | 1. Die Wohnungseigentümer trifft keine Pflicht gegenüber einem säumigen Hausgeldschuldner, zwecks Kostenersparnis dem Zahlungsanspruch im gerichtlichen Verfahren nach § 43 WEG durch den Verwalter als Verfahrensstandschafter geltend machen zu lassen. 2. Beauftragt die Gemeinschaft der Wohnungseigentümer einen Rechtsanwalt ist im Falle einer ihr günstigen Kostengrundentscheidung die angefallene Mehrvertretungsgebühr nach § 6 BRAGO (jetzt: § 7 RVG i.V.m. Nr. 1008 VV) als Bestandteil der notwendigen Kosten vom Gegner zu erstatten. |
| Rechtsgebiete: | BRAGO, WEG, ZPO, FGG, BGB, RVG, KostO |
| Vorschriften: | BRAGO § 6, BRAGO § 6 Abs. 1 Satz 2, WEG § 27 Abs. 2 Nr. 5, WEG § 43, WEG § 43 Abs. 1 Nr. 1, ZPO § 574 Abs. 1 Nr. 2, ZPO § 574 Abs. 3, ZPO § 727 Abs. 1, FGG § 13 a Abs. 1 Satz 1, BGB § 432, RVG § 7, KostO § 30 Abs. 1, KostO § 131 Abs. 2, |
| Stichworte: | Erstattungsfähigkeit des Mehrvertretungszuschlags gemäß § 6 BRAGO bei der Vertretung einer Wohnungseigentümergemeinschaft, |
| Verfahrensgang: | LG Frankenthal (Pfalz) 8 T 45/05 vom 02.05.2005 AG Ludwigshafen am Rhein 2 e UR II 54/04.WEG vom 17.02.2005 |
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