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JuraForum.deUrteileOLG-ZWEIBRüCKENBeschluss vom 02.03.2009, Aktenzeichen: 5 UF 128/08 



OLG-ZWEIBRüCKEN – Aktenzeichen: 5 UF 128/08

Beschluss vom 02.03.2009


Leitsatz:Zur Feststellung des Sorgerechts für ein Kind bei gesetzlicher Vaterschaft zweier Ehemänner infolge Doppelehe (unabsichtliche oder absichtliche Bigamie).

Zur Vermeidung einer doppelten Vaterschaft ist die gesetzliche Vaterschaft nach § 1592 Nr. 1 BGB bei einer Doppelehe auf einen der Ehemänner zu beschränken.

Wenn die Kindesmutter zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes mit zwei verschiedenen Männern wirksam die Ehe geschlossen hat, gilt § 1593 Satz 3 BGB analog. Gesetzlicher Vater des in die zweite Ehe geborenen Kindes ist allein der später geheiratete, zweite Ehemann.
Rechtsgebiete:BGB, EGBGB, ZPO
Vorschriften:BGB § 1306, BGB § 1592 Nr. 1, BGB § 1593, BGB § 1594 Abs. 2, BGB § 1599 Abs. 1, BGB § 1600d Abs. 4, BGB § 1626 Abs. 1, BGB § 1666, BGB § 1671, EGBGB Art. 11, EGBGB Art. 13, ZPO § 621 Abs. 1 Nr. 1, ZPO § 621e Abs. 1, ZPO § 621e Abs. 4, ZPO § 640 Abs. 2 Nr. 5,
Verfahrensgang:AG Kaiserslautern, 1 F 842/06 vom 29.08.2008

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