( Angemeldet bleiben?)  

JuraForum.deUrteileThüringer OberlandesgerichtVerkündungsdatum07 / 2007 

Thüringer Oberlandesgericht

Entscheidungen 07 / 2007



Insgesamt sind 3 Entscheidungen vorhanden, angezeigt werden die Entscheidungen 1 bis 4:


OLG-THUERINGEN – Urteil, 1 U 669/05 vom 19.07.2007

Rechtsgebiete:ZPO, BGB
Schlagworte:Voraussetzungen für den Erlaß eines Vorbehaltsurteils, Umfang der Verjährungsunterbrechung bei Teilklage, Beginn der Verjährung, Gewährleistung bei fehlerhafter Planung des Architekten
Volltext: OLG-THUERINGEN - Urteil, 1 U 669/05



OLG-THUERINGEN – Beschluss, 9 Verg 4/07 vom 16.07.2007

Rechtsgebiete:GWB, VOF
Schlagworte:Zum Merkmal der "schweren Verfehlung" im Sinne des § 11 Abs. 4 lit. c VOF
Leitsatz:1. Verweist die Vergabekammer ein Vergabeprüfungsverfahren wegen örtlicher Unzuständigkeit an eine andere Vergabekammer, so ist dieser Beschluss bindend, soweit er nicht auf offensichtlicher Willkür beruht (§§ 83 S. 1 VwGO, 17a Abs. 2 S. 3 GVG bzw. § 281 Abs. 2 S. 4 ZPO analog).

2. Das Diskriminierungsverbot, das den Auftraggeber verpflichtet, europaweit alle Bewerber unabhängig von Nationalität, Herkunft und Firmensitz gleich zu behandeln (vgl. Art. 49 EGV, § 97 Abs. 2 GWB, § 4 Abs. 2 VOF), schließt als eine der zentralen Grundsätze des Vergaberechts auch den Schutz gegen versteckte und indirekte Benachteiligungen ausländischer Unternehmen bei der Auftragsvergabe ein (vgl. EuGH Urt. vom 27.10.2005; Az. C - 234/03 "Insalud" = VergabeR 2006, 63ff.).

3. Geht ein Bieter politische Stellen seines Heimatstaates mit dem Ziel an, diese dazu bewegen, sich in einem laufenden Vergabeverfahren für eine Zuschlagserteilung an ein nationales Unternehmen zu verwenden, stellt dies eine Aufforderung zum Bruch des Diskriminierungsverbots und damit eine versuchte - grob rechtswidrige - Einflussnahme auf die Auftragsvergabe dar. Es spricht viel dafür, schon ein solches Verhalten als "schwere Verfehlung" im Sinne des § 11 Abs. 4 lit. c VOF zu werten.

4. § 11 Abs. 4 lit. c VOF ist jedenfalls dann verletzt, wenn ein Bieter einen unlauteren Beeinflussungsversuch der vorgenannten Art auf "Insiderwissen" stützt, das aus ihm zugespielten Informationen über den Angebotsinhalt eines Mitbieters herrührt.
Volltext: OLG-THUERINGEN - Beschluss, 9 Verg 4/07

OLG-THUERINGEN – Beschluss, 7 W 336/07 vom 12.07.2007

Rechtsgebiete:ZPO
Schlagworte:Wegfall der Veranlassung für eine Sicherheitsleistung
Leitsatz:Kein Wegfall der Veranlassung für eine Sicherheitsleistung gem. § 109 Abs.1 ZPO, wenn die Partei, zu deren Gunsten die Sicherheit geleistet ist, ihrerseits vor der Vollstreckung Sicherheit leistet.
Volltext: OLG-THUERINGEN - Beschluss, 7 W 336/07


Weitere Urteile



Urteile: Schlagworte

Urteile: Vorschriften

Lexikon

Gesetze


http://www.juraforum.de/urteile/olg-thueringen/uebersicht-2007-07

"Thüringer Oberlandesgericht - Entscheidungen 07 / 2007 - Seite 1" © JuraForum.de — 2003-2011

Sitemap | Kontakt | Team | Jobs | Werbung | Presse | Datenschutz | AGB | Impressum

ANZEIGEN