JuraForum.de > Urteile > OLG-THUERINGEN > Urteil vom 29.09.1999, Aktenzeichen: 7 U 315/99
| Leitsatz: | Eine vor Eröffnung des Gesamtvollstreckungsverfahrens an die spätere Gemeinschuldnerin fälschlicherweise erfolgte Geldüberweisung fällt in das Vermögen der späteren Gemeinschuldnerin. Der daraus resultierende Bereicherungsanspruch stellt lediglich eine einfache Gesamtvollstreckungsforderung iSd § 17 Abs. 3 Nr. 4 GesO dar und gibt dem Gläubiger auch bei einer vorangegangenen Sequestrationsanordnung weder ein Aussonderungsrecht nach § 12 GesO noch steht diesem ein Anspruch auf Vorabbefriedigung nach §§ 13 GesO, 59 Abs. 1 Nr. 4 KO, 55 InsO gegen den Sequester oder den späteren Gesamtvollstreckungsverwalter zu. |
| Rechtsgebiete: | GesO, KO, BGB, ZPO, InsO |
| Vorschriften: | GesO § 17 Abs. 3 Nr. 4, GesO § 1 Abs. 1 Satz 2, GesO § 13, KO § 59 Abs. 1 Nr. 4, KO § 46 Satz 2, KO § 106 Abs. 1 Satz 2, BGB §§ 812 ff, ZPO § 829, ZPO § 835, ZPO § 91, ZPO § 708 Nr. 10, ZPO § 711, ZPO § 108, ZPO § 546 Abs. 2, InsO § 48, |
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