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JuraForum.deUrteileOberlandesgericht StuttgartVerkündungsdatum08 / 2006 

Oberlandesgericht Stuttgart

Entscheidungen 08 / 2006



Insgesamt sind 11 Entscheidungen vorhanden, angezeigt werden die Entscheidungen 1 bis 4:


OLG-STUTTGART – Beschluss, 17 UF 151/06 vom 28.08.2006

Rechtsgebiete:FGG, SGB VIII
Schlagworte:Pflicht zur Bestellung eines Verfahrenspflegers, Mitwirkungspflicht des Jugendamts gegenüber dem Familiengericht
Leitsatz:1. Von der Bestellung eines Verfahrenspflegers kann nicht abgesehen werden, wenn sich die 7 und 11 Jahre alten Kinder in einer verschlossenen Gemütsverfassung befinden und der Familienrichter bei seiner Anhörung deshalb keinen Zugang zu den Kindern findet.

2. Das an einem Sorgerechtsverfahren beteiligte Jugendamt hat die erforderlichen Ermittlungen anzustellen und hierzu die örtlichen Verhältnisse sowie das Umfeld beider Elternteile durch Hausbesuch zu klären.

Das Jugendamt hat darüber hinaus auf Grund seiner besonderen Erfahrung alle für das Verfahren maßgebenden Aspekte zur Geltung zu bringen und dem Familiengericht einen Entscheidungsvorschlag zu unterbreiten.
Volltext: OLG-STUTTGART - Beschluss, 17 UF 151/06



OLG-STUTTGART – Urteil, 3 U 103/05 vom 23.08.2006

Rechtsgebiete:VOB/A, BGB
Leitsatz:1. Ein Sondervorschlag oder Nebenangebot eines Bieters welches den inhaltlichen und formellen Anforderungen des § 21 Nr. 1 und 2 VOB/A widerspricht, ist nach § 25 Nr. 1 Abs. 1 b VOB/A zwingend von der Wertung ausgeschlossen.

2. Die Bestimmung des § 25 VOB/A dient vor allem dem Schutz des Auftraggebers und nicht des Bieters, der ein zu niedriges Angebot erstellt hat, so dass dieser sich grundsätzlich nicht darauf berufen kann, sein Angebot hätte zwingend ausgeschlossen werden müssen.

3. Wenn der Auftraggeber nicht nur ein zwingend auszuschließendes Gebot berücksichtigt, sondern darüber hinaus gleichzeitig einem Bieter den Zuschlag erteilt, der vor der Auftragserteilung auf einen Kalkulationfehler und Erklärungssirrtum hingewiesen hat, kann ein widersprüchliches Verhalten vorliegen, welches ihn nicht berechtigt, von dem die Auftragserfüllung verweigernden Bieter Schadensersatz zu verlangen.

4. Vorausssetzung hierfür ist allerdings, dass ein offensichtlicher Fehler vorliegt, der so gewichtig ist, dass dem sich auf einen Kalkulationsirrtum berufenden Bieter ein Festhalten an seinem Angebot nicht zugemutet werden kann und, dass er von sich aus sämtliche Unterlagen an den Auftraggeber übermittelt, aus welchen sich der Kalkulationsfehler ermitteln lässt.
Volltext: OLG-STUTTGART - Urteil, 3 U 103/05

OLG-STUTTGART – Beschluss, 13 W 54/06 vom 23.08.2006

Rechtsgebiete:BGB
Leitsatz:Zur Abgrenzung der Brautgabe von einem Schenkungsversprechen.
Volltext: OLG-STUTTGART - Beschluss, 13 W 54/06

OLG-STUTTGART – Beschluss, 1 Sch 1/06 vom 18.08.2006

Rechtsgebiete:ZPO
Schlagworte:Vollstreckbarerklärung, Schiedsspruch, ordre public Verstoß, Verstoß eines Schiedsspruchs gegen den verfahrensrechtlichen ordre public
Leitsatz:Ein Schiedsspruch, der auf eine lediglich vorläufige Tatsachengrundlage gestützt ist und die abschließende Feststellung den staatlichen Gerichten für das Vollstreckbarerklärungsverfahren oder die Vollstreckungsgegenklage zuweist, verstößt gegen den verfahrensrechtlichen ordre public.
Volltext: OLG-STUTTGART - Beschluss, 1 Sch 1/06


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