JuraForum.de > Urteile > OLG-STUTTGART > Urteil vom 30.09.2002, Aktenzeichen: 6 U 57/2002
| Leitsatz: | 1. Bei einem Darlehen, das zur Finanzierung einer Kapitalanlage zur Steuerersparnis ausgereicht wird, ist die Bank grundsätzlich nicht verpflichtet, den Darlehensnehmer über die besonderen Risiken der Kombination eines langfristigen Festkredits mit einer Lebensversicherung aufzuklären. 2. Darlehensvertrag und Beitritt zu einem geschlossenen Immobilienfonds sind grundsätzlich keine verbundenen Geschäfte i.S.d. § 9 VerbrKrG. Jedenfalls würde ein Einwendungsdurchgriff daran scheitern, dass dem Anleger aus dem Gesichtspunkt der Täuschung über den Wert oder die Rentabilität der Kapitalanlage keine Ansprüche gegen die GbR zustehen, der er als Gesellschafter beigetreten ist. 3. Zu den Voraussetzungen, unter denen aufgrund neuen Vertrags die mündliche Verhandlung wieder zu eröffnen ist. |
| Rechtsgebiete: | VerbrKrG, BGB, StGB, ZPO, HWiG, GVG |
| Vorschriften: | VerbrKrG § 4, VerbrKrG § 4 Abs. 1 Nr. 1 b), VerbrKrG § 6 Abs. 1, VerbrKrG § 6 Abs. 2, VerbrKrG § 9, VerbrKrG § 9 Abs. 1 Satz 2, VerbrKrG § 9 Abs. 3, BGB § 278, BGB § 706, BGB § 823 Abs. 2, StGB § 263, ZPO § 97 Abs. 1, ZPO § 156, ZPO § 283, ZPO § 296, ZPO § 708 Nr. 10, ZPO § 711, HWiG § 1, GVG § 17 Abs. 2, |
| Verfahrensgang: | LG Stuttgart 22 O 199/2001 vom 24.01.2002 |
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