JuraForum.de > Urteile > OLG-STUTTGART > Urteil vom 28.11.2000, Aktenzeichen: 17 UF 246/00
| Leitsatz: | Leitsätze: 1) Der Unterhaltsschuldner, welcher sich durch vollstreckbare Urkunde zur Zahlung von Unterhalt in einer bestimmten Höhe verpflichtet hat, ist an das hierin liegende Anerkenntnis gebunden, es sei denn, die Geschäftsgrundlage für die ursprüngliche Unterhaltsfestsetzung ist entfallen. Dies gilt auch bei zwischenzeitlich erfolgter Dynamisierung des Titels im Verfahren nach Art. 5 § 3 KindUG. 2) Trotz Verweisung auf § 654 ZPO in Art. 5 § 3 Abs. 2 KindUG ist nach vorangegangener Umstellung eines statischen Alttitels in einen solchen nach § 1612a Abs. 1 BGB der Einwand des verminderten unterhaltsrechtlichen Bedarfs des Berechtigten und der eingeschränkten Leistungsfähigkeit des Pflichtigen nicht durch die Korrekturklage nach § 654 ZPO, sondern durch die Abänderungsklage nach § 323 ZPO geltend zu machen. |
| Rechtsgebiete: | ZPO, KindUG, BGB, Regelbetrags-Verordnung |
| Vorschriften: | ZPO § 654, ZPO § 323, ZPO § 543, ZPO § 641 q a. F., ZPO § 323 Abs. 4, ZPO § 794 Abs. 1 Nr. 5, ZPO § 91 Abs. 1, ZPO § 97 Abs. 1, ZPO § 708 Nr. 11, ZPO § 713, ZPO § 621 d Abs. 1, ZPO § 546 Abs. 1 S. 2 Nr. 1, KindUG Art. 5 § 3 Abs. 2, KindUG Art. 5 § 3, BGB § 1612 a Abs. 1, BGB § 242, BGB § 1612 b Abs. 5, BGB § 1603 Abs. 2, Regelbetrags-Verordnung § 1, |
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