JuraForum.de > Urteile > OLG-STUTTGART > Urteil vom 27.06.2000, Aktenzeichen: 14 U 8/00
| Leitsatz: | 1. Der konsiliarisch zugezogene Neurologe hat alle auf neurologischem Fachgebiet liegenden differentialdiagnostisch naheliegenden Erkrankungen auszuschließen. 2. Die Überweisungen zu weiteren notwendigen Befunderhebungen an einen anderen Arzt (hier an den Radiologen zu einer Kernspintomographie) muss mit einer präzisen Fragestellung versehen werden, um eine unzureichende Untersuchung zu vermeiden. 3. Zum Ausschluss einer Sinusvenenthrombose ist bei einer unauffälligen Kernspintomographie eine Angiographie notwendig. Der konsiliarisch zugezogene Arzt muss sicherstellen, dass ihm in einem solchen Fall das Ergebnis der Kernspintomographie mitgeteilt wird. Seine Behandlung ist nicht mit der Anordnung der Kernspintomographie beendet. |
| Rechtsgebiete: | BGB, ZPO |
| Vorschriften: | BGB § 278, BGB § 823, BGB § 847, ZPO § 74, ZPO § 68, ZPO § 72, ZPO § 97 Abs. 1, ZPO § 708 Nr. 10, ZPO § 711, |
| Stichworte: | Arzthaftung, |
| Verfahrensgang: | LG Stuttgart 15 O 159/99 |
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