JuraForum.de > Urteile > OLG-STUTTGART > Urteil vom 23.02.2000, Aktenzeichen: 9 U 71/99
| Leitsatz: | Leitsatz: 1. Devisentermingeschäfte sind grundsätzlich Börsentermingeschäfte, auch wenn in Deutschland kein offizieller Terminhandel in Devisen an einer Börse stattfindet. 2. Bei Einbuchung unverbindlicher Termingeschäfte und hierauf beruhender Zinslastschriften kann der Inhaber eines Kontokorrentkontos im Rahmen des Bereicherungsausgleichs eine Neuabrechnung seines Kontos verlangen. Der Anspruch auf Neuberechnung ist nicht auf Erteilung einer Auskunft gerichtet, sondern eine Ausgestaltung des Bereicherungsanspruchs des Terminkunden. 3. Eine Bestätigung unverbindlicher Termingeschäfte liegt nicht in der nachträglichen Unterzeichnung der Informationsschrift gem. § 53 Abs. 2 BörsG. 4. Eine Bestätigung unverbindlicher Termingeschäfte liegt nicht in dem Glattstellungsgeschäft, das ein inzwischen termingeschäftsfähig gewordener Terminkunde tätigt. 5. Zum Umfang der Aufklärungspflichten bei Devisentermindirektgeschäften. |
| Rechtsgebiete: | BörsG, BGB, ZPO |
| Vorschriften: | BörsG § 53 Abs. 2, BörsG § 59, BörsG § 53, BörsG § 55, BörsG § 54 a.F., BörsG § 53 Abs. 1 Satz 2, BörsG § 54 Abs. 2, BörsG § 96 Abs. 1, BörsG § 53 Abs. 3, BörsG § 89, BörsG § 89 Abs. 2, BGB § 141 Abs. 1, BGB § 812 f., BGB § 812 Abs. 2, BGB § 141 Abs. 1, BGB § 823 Abs. 2, ZPO § 92, ZPO § 97 Abs. 1, ZPO § 708 Nr. 10, ZPO § 711, ZPO § 296 a, |
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