JuraForum.de > Urteile > OLG-STUTTGART > Urteil vom 17.05.2000, Aktenzeichen: 20 U 68/99
| Leitsatz: | Leitsatz: 1) Bevollmächtigt ein in den USA lebender Gesellschafter einer deutschen GmbH einen in Deutschland lebenden Vertreter mit der Übertragung seiner Gesellschaftsanteile an einen deutschen Käufer vor einem deutschen Notar, so liegt der Erfüllungsort für die von ihm übernommene Verpflichtung in Deutschland. Dies führt dazu, dass dann, wenn die Übertragung an der Nichtberechtigung des Verkäufers scheitert und der Käufer deshalb vom Vertrag zurücktritt, auch für den Kaufpreisrückzahlungsanspruch der Erfüllungsort in Deutschland liegt und damit der Gerichtsstand des § 29 ZPO gegeben ist. 2) Die Beglaubigung einer Übertragung von Gesellschaftsanteilen durch einen amerikanischen notary public genügt nicht der Form des § 15 Abs.4 GmbHG. 3) Die Wirksamkeit der Übertragung von Anteilen einer GmbH nach Ortsrecht gem. Art. 11 Abs. 1 2. Alt. EGBGB setzt bei einer Übertragung in den USA die Übergabe von Anteilsscheinen voraus. 4) Eine durch einen Nichtgesellschafter beschlossene Kapitalerhöhung wird in entsprechender Anwendung von § 242 AktG durch Heilung wirksam, wenn sie 3 Jahre im Handelsregister eingetragen ist. |
| Rechtsgebiete: | ZPO, GmbHG, AktG, BGB, StGB, EGBGB |
| Vorschriften: | ZPO § 29, ZPO § 540, ZPO § 128 Abs. 2, ZPO § 23, GmbHG § 15 Abs. 4, GmbHG § 15 Abs. 3, GmbHG § 30, GmbHG § 17, GmbHG § 77 Abs. 3, GmbHG § 15 Abs. 2, AktG § 242, AktG § 242 Abs. 2, BGB § 437, BGB § 440, BGB § 320 ff, BGB § 325, BGB § 818 Abs. 3, BGB § 140, BGB § 326, BGB § 269 Abs. 1, BGB § 269, BGB § 185 Abs. 2, BGB § 185, BGB § 266, StGB § 283 c, EGBGB § 11 Abs. 1, 1. Alternative, |
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