JuraForum.de > Urteile > OLG-STUTTGART > Beschluss vom 11.07.2008, Aktenzeichen: 8 WF 102/08
| Leitsatz: | Bei der Vaterschaftsanfechtung (§ 640 Abs. 2 Nr. 2 ZPO) ist die nicht heimlich eingeholte vorgerichtliche DNA-Analyse geeignet, den Anfangsverdacht und damit die Schlüssigkeit der Anfechtungsklage zu begründen, führt aber nicht zur Entbehrlichkeit der Einholung eines gerichtlichen genetischen Abstammungsgutachtens, das auf gesicherten Blut- und Speichelproben der Probanden beruht. Von der Erhebung der hierdurch veranlassten gerichtlichen Auslagen für die Sachverständigenentschädigung kann deshalb gem. § 21 Abs. 1 Satz 1 GKG wegen unrichtiger Sachbehandlung nicht abgesehen werden. |
| Rechtsgebiete: | ZPO, GKG |
| Vorschriften: | ZPO § 616 Abs. 1, ZPO § 617, ZPO § 640 Abs. 1, ZPO § 640 Abs. 2 Nr. 2, GKG § 21 Abs. 1 S. 1, |
| Verfahrensgang: | AG Heilbronn, 6 F 262/07 vom 25.06.2008 |
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