JuraForum.de > Urteile > OLG-STUTTGART > Beschluss vom 10.06.2002, Aktenzeichen: 11 UF 29/02
| Leitsatz: | 1. Hat die letzte mündliche Verhandlung erster Instanz vor dem 01.01.2002 stattgefunden, sind nach § 26 Nr. 5 EGZPO die bis 31.12.2001 geltenden Berufungsvorschriften anzuwenden, auch wenn das angefochtene Urteil erst im Jahr 2002 verkündet worden ist. 2. Die Unkenntnis ihres Rechtsanwalts von der Übergangsvorschrift des § 26 Nr. 5 EGZPO (eingefügt durch Art. 3 Nr. 3 ZPO-RG) entschuldigt eine Partei nicht. Wiedereinsetzung in den vorigen Stand ist daher nicht zu gewähren, wenn er die Berufung nicht gemäß § 519 Abs. 2 S. 2 ZPO a.F. innerhalb eines Monats, gerechnet ab der Einlegung der Berufung, sondern gemäß § 520 Abs. 2 S. 1 ZPO n.F. erst zwei Monate nach der Urteilszustellung begründet hat. |
| Rechtsgebiete: | ZPO, EGZPO, ZPO-RG |
| Vorschriften: | ZPO § 233, ZPO § 519 b a.F., ZPO § 519 Abs. 2 S. 2, ZPO § 520 Abs. 2 S. 1 n.F., ZPO § 85 Abs. 2, EGZPO § 26 Nr. 5, ZPO-RG Art. 3 Nr. 3, ZPO-RG Art. 53 Nr. 3, |
| Verfahrensgang: | AG -FamG- Göppingen 10 F 823/00 |
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