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JuraForum.deUrteileOberlandesgericht SchleswigVerkündungsdatum10 / 2007 

Oberlandesgericht Schleswig

Entscheidungen 10 / 2007



Insgesamt sind 13 Entscheidungen vorhanden, angezeigt werden die Entscheidungen 1 bis 4:


OLG-SCHLESWIG – Beschluss, 2 W 212/07 vom 29.10.2007

Rechtsgebiete:BGB, GBO, GBV
Schlagworte:Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), Grundbuchfähgigkeit
Leitsatz:Eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts kann nicht unter ihrem Namen im Grundbuch eingetragen werden.
Volltext: OLG-SCHLESWIG - Beschluss, 2 W 212/07



OLG-SCHLESWIG – Urteil, 5 U 196/00 vom 25.10.2007

Rechtsgebiete:BGB, ZPO
Schlagworte:Bindungswirkung an Revisionsurteil, Institutionalisiertes Zusammenwirken
Leitsatz:1. Die Bindungswirkung des Berufungsgerichts nach § 563 Abs. 2 ZPO entfällt, wenn das Revisionsgericht selbst seine der Aufhebung und Zurückverweisung zugrunde liegende Rechtsauffassung später ausdrücklich aufgibt und diese Änderung bekannt gibt.

2. Schadensersatzanspruch des Kreditnehmers gegen den Kreditgeber bei institutionalisiertem Zusammenwirken der kreditgebenden Bank mit den Initiatoren des finanzierten Objekts wegen widerleglich vermuteten Wissens von deren arglistigen Täuschung, wenn die unrichtigen Angaben der Initiatoren für die Bank objektiv evident sind (hier: Der tatsächlich von den Initiatoren für das Objekt aufgewandte Kaufpreis lag um 46 % unter dem im Kaufvertrag und im Prospekt angegebenen Preis)
Volltext: OLG-SCHLESWIG - Urteil, 5 U 196/00

OLG-SCHLESWIG – Urteil, 16 U 70/07 vom 25.10.2007

Rechtsgebiete:BGB, BGB-InfoV
Schlagworte:Verbrauchervertrag, Widerrufsrecht, Widerrufsbelehrung
Leitsatz:1. Die deutliche Gestaltung der Widerrufsbelehrung i.S.v. § 355 Abs. 2 BGB erfordert, dass dem Verbraucher bei der Betrachtung der Vertragsunterlagen ins Auge fällt, dass es ihm nach dem Gesetz freisteht, sich von dem Vertrag ohne weiteres wieder zu lösen, dass also das Widerrufsrecht als solches augenfällig hervorsticht.

2. Eine Widerrufsbelehrung, die den Beginn der Widerrufsfrist als "frühestens mit Erhalt der Belehrung" angibt, macht dem Verbraucher inhaltlich nicht i.S.v. § 355 Abs. 2 BGB seine Rechte deutlich. Die Wirksamkeit einer solchen Klausel ergibt sich auch nicht aus § 14 Abs. 1 BGB-InfoV i.V.m. der Musterbelehrung nach dessen Anlage 2, die nichtig sind.
Volltext: OLG-SCHLESWIG - Urteil, 16 U 70/07

OLG-SCHLESWIG – Urteil, 11 U 87/07 vom 25.10.2007

Rechtsgebiete:BGB, OWiG, StPO
Schlagworte:Amtspflichtverletzung, Bußgeldverfahren
Leitsatz:1. Die Einleitung eines Bußgeldverfahrens stellt nicht deshalb eine Amtspflichtverletzung dar, weil sich der Anfangsverdacht später nicht bestätigt.

2. Die Anforderungen an die Annahme eines Anfangsverdachts im Bußgeldverfahren sind geringer als im Strafverfahren.

3. Die Rechtsanwaltskosten für die Einsicht in die Ermittlungsakte und dort in das Fahrerfoto sind auch bei Vorliegen der Voraussetzungen des § 839 BGB nicht zu ersetzen, wenn dies für die Rechtsverteidigung nicht zweckmäßig und notwendig war.
Volltext: OLG-SCHLESWIG - Urteil, 11 U 87/07


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