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JuraForum.deUrteileOberlandesgericht SchleswigVerkündungsdatum08 / 2007 

Oberlandesgericht Schleswig

Entscheidungen 08 / 2007



Insgesamt sind 6 Entscheidungen vorhanden, angezeigt werden die Entscheidungen 1 bis 4:


OLG-SCHLESWIG – Beschluss, 12 UF 80/07 vom 27.08.2007

Rechtsgebiete:ZPO, BGB
Schlagworte:Prozesskostenhilfe, einstweilige Anordnung, Prozesskostenvorschuss, Unterhaltsrecht
Leitsatz:1. Mangels gesetzlicher Regelung steht geschiedenen Ehegatten kein Anspruch auf Prozesskostenvorschuss im Sinne des § 1360 a Abs. 4 BGB zu.

2. Soweit die Gegenseite vor Rechtskraft der Scheidung mit der Zahlung von Prozesskostenvorschuss in Verzug gekommen ist, kann dies nur einen Schadensersatzanspruch begründen. Ein Anspruch auf Erlass einer entsprechenden einstweiligen Anordnung gegenüber der Gegenseite (§ 127a ZPO) besteht nicht.
Volltext: OLG-SCHLESWIG - Beschluss, 12 UF 80/07



OLG-SCHLESWIG – Beschluss, 5 W 31/07 vom 23.08.2007

Rechtsgebiete:BGB
Schlagworte:Leistungsbestimmung durch Dritten, Fahrzeugfinanzierung
Leitsatz:1. Sieht der Vertrag über ein Darlehen für einen Autokauf vor, dass die Bank im Falle der sofortigen Kündigung des Kredites das ihr sicherungsübereignete Fahrzeug verwerten darf und dem Kreditnehmer der "gewöhnliche Verkaufswert im Zeitpunkt der Rücknahme" vergütet wird, ist unter diesem gewöhnlichen Verkaufswert der gegenüber einem Letztverbraucher erzielbare Verkaufspreis und nicht der "Einkaufswert" im Sinne eines Händlereinkaufspreises zu verstehen.

2. Verweisen die Vertragsbedingungen in einem solchen Fall wegen des einzuholenden Gutachtens für die Bestimmung des gewöhnlichen Verkaufswertes auf § 317 Abs.1 BGB, ist der Vertrag dahin auszulegen, dass auch die §§ 318 f BGB gelten sollen.
Volltext: OLG-SCHLESWIG - Beschluss, 5 W 31/07

OLG-SCHLESWIG – Beschluss, 2 Ws 343/07 vom 20.08.2007

Rechtsgebiete:StPO
Schlagworte:Strafverfahren, Ausbleiben des Angeklagten, Sicherungshaftbefehl
Leitsatz:Hält das Gericht ein zur Entschuldigung seines Ausbleibens in der Hauptverhandlung vom Angeklagten eingereichtes ärztliches Attest für nicht hinreichend aussagekräftig, so muss es - soweit Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass das Ausbleiben entschuldigt sein kann - dem vor Erlass eines Haftbefehls (§ 230 II StPO) selbst durch Ermittlungen weiter nachgehen; verbleibende Zweifel dürfen nicht zu Lasten des Angeklagten gehen.
Volltext: OLG-SCHLESWIG - Beschluss, 2 Ws 343/07

OLG-SCHLESWIG – Beschluss, 2 W 142/07 vom 15.08.2007

Rechtsgebiete:ZPO
Schlagworte:Zuständigkeitsbestimmung, Tod einer Partei
Leitsatz:1. Der Vorlage zur Bestimmung des zuständigen Gerichts im Rahmen eines negativen Kompetenzkonfliktes nach §§ 36 Abs. 1 Nr. 6, 37 ZPO steht die Unterbrechung des Rechtsstreits durch den Tod einer Partei nicht entgegen.

2. Die Vorlage ist unzulässig, wenn es an einer rechtskräftigen Erklärung der Unzuständigkeit eines beteiligten Gerichts fehlt, weil der entsprechende Beschluss einer Partei nicht nach § 329 Abs. 2 Satz 1 ZPO mitgeteilt worden ist.
Volltext: OLG-SCHLESWIG - Beschluss, 2 W 142/07


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