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JuraForum.deUrteileOLG-SCHLESWIGUrteil vom 11.04.2003, Aktenzeichen: 4 U 160/01 

OLG-SCHLESWIG – Aktenzeichen: 4 U 160/01

Urteil vom 11.04.2003


Leitsatz:1. Es stellt einen groben Behandlungsfehler dar, wenn ein niedergelassner Facharzt für Orthopädie bei einem 14- jährigen Jungen mit Schmerzen in der Hüft- und Leistenregion die richtige Diagnose "Epiphyseolysis capitis femoris" (=Hüftkopfgleiten) wegen unzureichender diagnostischer Methoden nicht rechtzeitig erkennt.

2. Auf einen groben Behandlungsfehler zurückgehende Beschwerden bei einer partiellen Hüftkopfnekrose am linken Hüftgelenk (Einsteifung der Hüfte mit sog. Reitsitz; Beeinträchtigung der Sitz- und Gehfähigkeit) können ein Schmerzensgeld in Höhe von 30.000,-- ¤ rechtfertigen.
Rechtsgebiete:BGB
Vorschriften:BGB § 823, BGB § 847,
Stichworte:Grober Behandlungsfehler bei Hüftgelenksbehandlung,
Verfahrensgang:LG Itzehoe 2 O 69/00 vom 24.09.2001

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