JuraForum.de > Urteile > OLG-NUERNBERG > Urteil vom 24.06.2005, Aktenzeichen: 5 U 1046/04
| Leitsatz: | I. Ein Augenarzt, der es übernommen hat, ein frühgeborenes Kind im Hinblick auf die Gefahr einer Frühgeborenen-Retinopathie zu überwachen, hat bei jeder Kontrolluntersuchung selbst dafür zu sorgen, dass er den Augenhintergrund immer ausreichend einsehen kann. Andernfalls muss er zumindest für eine zeitnahe anderweitige fachärztliche Untersuchung Sorge tragen. II. Zur Bemessung des Schmerzensgeldes, wenn diese Befunderhebungspflicht verletzt wird und das betroffene Kind eine Netzhautablösung erleidet. |
| Rechtsgebiete: | BGB |
| Vorschriften: | BGB § 823 Abs. 1, BGB § 847 a. F., |
| Verfahrensgang: | LG Weiden 1 O 705/02 vom 12.02.2004 |
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