JuraForum.de > Urteile > OLG-NAUMBURG > Urteil vom 30.11.1999, Aktenzeichen: 1 U 87/99
| Leitsatz: | 1. Auf einen Rechtsberatungsvertrag zwischen einer eingetragenen Genossenschaft und einem Rechtsanwalt, der zugleich Mitglied (hier: Vorsitzender) des Aufsichtsrates dieser Genossenschaft ist, sind die Vorschriften der §§ 113, 114 AktG analog anzuwenden; d.h. er bedarf der Zustimmung bzw. Genehmigung durch den Aufsichtsrat. 2. Dies gilt im Einzelfall auch, wenn der Rechtsberatungsvertrag nicht mit dem Mitglied des Aufsichtsrates allein, sondern mit der Sozietät, der er angehört, geschlossen werden soll. 3. Die Zustimmung bzw. Genehmigung durch den Aufsichtsrat muss durch förmliche Beschlussfassung erteilt werden. |
| Rechtsgebiete: | AktG, BRAGO, BGB, ZPO, GenG |
| Vorschriften: | AktG § 113, AktG § 114, AktG § 114 Abs. 2 S. 1, AktG § 113 Abs. 2, AktG § 114 Abs. 1, AktG § 114 Abs. 2 r.a, AktG § 114 Abs. 2 S. 2 r.a., AktG § 114 Abs. 2 S. 2 2. Hs. r.a., BRAGO § 118, BRAGO § 61, BGB § 812 Abs. 1 S. 1, BGB § 134, ZPO § 542 Abs. 2, ZPO § 92 Abs. 1, ZPO § 97 Abs. 1, ZPO § 269 Abs. 3, ZPO § 708 Nr. 10, ZPO § 711 S. 1, ZPO § 713, GenG § 37 Abs. 1 S. 1, GenG § 36 Abs. 2, |
| Verfahrensgang: | LG Halle 9 O 444/98 |
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