JuraForum.de > Urteile > OLG-NAUMBURG > Urteil vom 27.06.2002, Aktenzeichen: 2 U 157/01
| Leitsatz: | 1. Als Folge einer rechtsmissbräuchlichen Ausübung des Widerspruchs im Rahmen einer Lastschriftreiterei kommt nicht nur ein Schadensersatzanspruch der Gläubigerbank (erste Inkassostelle) gegen den Zahlungsschuldner gemäß § 826 BGB in Betracht, sondern auch Ansprüche der Gläubigerbank gegen die Zahlstelle. 2. Die Schuldnerbank handelt sittenwidrig, wenn sie im eigenen Interesse den Schuldner zum Widerspruch animiert, um sich selbst daraus Vorteile zu verschaffen. Dazu bedarf es nicht der Ausübung eines Zwanges auf den Zahlungsschuldner. |
| Rechtsgebiete: | BGB, HGB, ZPO |
| Vorschriften: | BGB § 826, HGB § 346, ZPO § 711, ZPO § 97 Abs. 1, ZPO § 708 Nr. 10, |
| Verfahrensgang: | LG Halle 3 O 147/01 vom 07.11.2001 |
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