JuraForum.de > Urteile > OLG-NAUMBURG > Urteil vom 24.03.2005, Aktenzeichen: 2 U 111/04
| Leitsatz: | 1. Eine Großbank ist einem kommunalen Energieversorgungsunternehmen, das keine Verbindlichkeiten in Fremdwährungen hatte, schadensersatzpflichtig, wenn sie vor der Vereinbarung eines Zinssatz- und Währungs-Swap-Geschäfts nicht in den Mittelpunkt der Beratung gerückt hat, dass Währungs-Swaps in der Regel zur Absicherung von Währungsrisiken eingesetzt werden, und wenn sie bei der Beratung den kommunal-rechtlichen Bindungen des Energieversorgungsunternehmens, insbesondere dem Spekulationsverbot und dem hieraus folgenden Gebot der strengen Beachtung der Konnexität zwischen dem Swap-Geschäft und einem konkreten Grundgeschäft, keine Bedeutung beigemessen hat. 2. Zu den Voraussetzungen eines Missbrauchs der Vertretungsmacht durch den Geschäftsführer eines kommunalen Energieversorgungsunternehmens bei der Vereinbarung eines Zinssatz- und Währungs-Swap-Geschäfts mit einer Großbank. |
| Rechtsgebiete: | BörsG, BGB, GmbHG, WpHG, GO-LSA, ZPO |
| Vorschriften: | BörsG § 52, BörsG § 53 a. F., BGB § 134, BGB § 166, BGB § 242, BGB § 764, BGB § 812 Abs. 1 S. 1, BGB § 823 Abs. 2, GmbHG § 36, GmbHG § 37, GmbHG § 37 Abs. 2, WpHG § 1 Abs. 2 Nr. 2, WpHG § 32, GO-LSA §§ 116 ff., ZPO § 376, ZPO § 383 Abs. 2, ZPO § 529, |
| Verfahrensgang: | LG Magdeburg 5 O 1340/03 vom 02.07.2004 |
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