JuraForum.de > Urteile > OLG-NAUMBURG > Urteil vom 23.07.2001, Aktenzeichen: 1 U 124/99
| Leitsatz: | 1. Die Vorschrift des § 14 StBGebV ist auch auf Honorarvereinbarungen anwendbar, die neben steuerberatenden Leistungen zugleich, wirtschaftsberatende Tätigkeiten zum Gegenstand haben ("gemischte" Beratungsverträge). 2. Die zweijährige Verjährungsfrist für Honoraransprüche des Steuerberaters gegen seinen Mandanten nach § 196 Abs. 1 Nr. 15 BGB beginnt mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist, §§ 198, 201 BGB. Hinsichtlich der Entstehung des Vergütungsanspruches ist bei einem Dauervertragsverhältnis zwischen Steuerberater und Mandant, auf den Zeitpunkt der Beendigung der Angelegenheit abzustellen, § 7 StBGebV . 3. Dies gibt unabhängig davon, ob der Steuerberater dem Mandanten bereits eine Rechnung erteilt, ihm die Beendigung der Arbeiten mitgeteilt bzw. ihm etwaige Unterlagen noch nicht herausgegeben hat. |
| Rechtsgebiete: | StBGebV, BGB, StBG, AktG, ZPO |
| Vorschriften: | StBGebV § 14, StBGebV § 7, StBGebV § 14 Abs. 3, StBGebV § 9 Abs. 1, BGB § 196 Abs. 1 Nr. 15, BGB § 198, BGB § 201, BGB § 139, BGB § 126 Abs. 2, BGB § 154 Abs. 2, BGB § 612 Abs. 2, BGB § 209, BGB § 242, BGB § 133, BGB § 157, StBG § 33, StBG § 57, AktG § 17 Abs. 2, AktG § 302, AktG § 317, ZPO § 97 Abs. 1, ZPO § 708 Nr. 10, ZPO § 711 Satz 1, ZPO § 546 Abs. 2, |
| Verfahrensgang: | LG Magdeburg 10 O 3747/96 |
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