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JuraForum.deUrteileOLG-NAUMBURGUrteil vom 22.12.2005, Aktenzeichen: 2 U 49/05 



OLG-NAUMBURG – Aktenzeichen: 2 U 49/05

Urteil vom 22.12.2005


Leitsatz:1. Zur Abgrenzung einer Garantievereinbarung von einer Bürgschaft.

2. Eine Bürgschaft, die ein Gesellschafter oder Geschäftsführer für seine Gesellschaft übernimmt, ist für ihn selbst dann kein Handelsgeschäft, wenn er Alleingeschäftsführer oder Alleingesellschafter der Gesellschaft ist.

3. Auch wenn der Bürge selbst auch Einzelkaufmann oder geschäftsführender Mehrheitsgesellschafter anderer Gesellschaften ist, führt dies nicht dazu, dass die Übernahme der Bürgschaft für eine Gesellschaft als Handelsgeschäft anzusehen ist, wenn die Übernahme der Bürgschaft nicht Bestandteil der handelsgewerblichen Tätigkeit des einzelkaufmännischen Unternehmens oder der anderen Gesellschaft ist.
Rechtsgebiete:BGB, HGB, VerbrKrG
Vorschriften:BGB § 766, BGB § 766 S. 1, HGB § 344, HGB § 350, VerbrKrG § 1, VerbrKrG § 4,
Verfahrensgang:LG Stendal 23 O 39/05 vom 05.04.2005

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