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JuraForum.deUrteileOLG-NAUMBURGUrteil vom 20.08.2002, Aktenzeichen: 9 U 86/02 

OLG-NAUMBURG – Aktenzeichen: 9 U 86/02

Urteil vom 20.08.2002


Leitsatz:Der Mieter kann sich gegenüber dem Zwangsverwalter nicht auf eine mit dem Vermieter im Mietvertrag getroffene Aufrechnungsvereinbarung berufen, die zum Anwendungsbereich von § 566 c BGB zu rechnen ist.

Dies ergibt sich aus § 57 b ZVG, der in diesem Zusammenhang auch auf den Zwangsverwalter anzuwenden ist. Zwar könnte der Wortlaut von § 152 Abs. 2 ZVG dafür sprechen, dass ein im Mietvertrag vereinbartes Rechtsgeschäft über den Mietzins gegen den Zwangsverwalter wirkt, weil der Zwangsverwalter den Inhalt des Mietvertrages grundsätzlich gegen sich gelten lassen muß. Die §§ 57 b ZVG, § 566 c BGB schützen jedoch den Erwerber und den Zwangsverwalter auch gegen eine schon im Mietvertrag enthaltene Vorausverfügung. Ist der Mietzins periodisch zu zahlen, so ist zu gewährleisten, dass auch der Zwangsverwalter den Mietzins für die Zeitspanne erhält, während der er die Vermieterpflichten zu erfüllen hat (OLG Rostock OLGR 2000, 214, 216).
Rechtsgebiete:ZPO, BGB, ZVG
Vorschriften:ZPO § 91 Abs. 1, ZPO § 92 Abs. 1, ZPO § 97 Abs. 1, ZPO § 139, ZPO § 287, ZPO § 531 Abs. 2, ZPO § 540 Abs. 1 Nr. 1, ZPO § 543 Abs. 2, ZPO § 708 Nr. 10, ZPO § 711, BGB § 181, BGB § 536 Abs. 1, BGB § 537 Abs. 1, BGB § 543 Abs. 2 S. 1, BGB § 543 Abs. 2 Nr. 3 lit. a, BGB § 546 Abs. 2, BGB § 554 Abs. 1 Nr. 1 a.F., BGB § 566 c, BGB § 985, ZVG § 57 b, ZVG § 152 Abs. 2,
Verfahrensgang:LG Halle 9 O 480/01 vom 28.03.2002

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