OLG-NAUMBURG – Aktenzeichen: 9 U 178/02

Urteil vom 17.12.2002


Leitsatz:Lässt sich bei einem Verkehrsunfallgeschehen nur feststellen, dass es zu einer Auffahrsituation gekommen ist, lässt sich aber nicht klären, ob es sich um einen typischen Auffahrunfall handelt, oder ob dem Unfallgeschehen ein Spurwechsel des Vorausfahrenden unmittelbar vorangegangen ist, dann kommen die Regeln über den Anscheinsbeweis nicht zur Anwendung, wenn sich der Unfall auf einer deutschen Autobahn ereignet hat (zur Abgrenzung Anscheinsbeweis, Beweis eines atypischen Geschehensablaufs s.a. Senat, Urteil vom 17.12.2002 - 9 U 187/02). Ist die Betriebsgefahr bei beiden Fahrzeugen gleich hoch zu bewerten, ist es gerechtfertigt, den Schaden 1 : 1 zu teilen.
Rechtsgebiete:ZPO
Vorschriften:§ 97 Abs. 1 ZPO, § 543 ZPO, § 708 Nr. 10 ZPO, § 711 ZPO, § 713 ZPO
Verfahrensgang:LG Halle 4 O 45/02 vom 20.08.2002

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