JuraForum.de > Urteile > OLG-NAUMBURG > Beschluss vom 27.05.2002, Aktenzeichen: 5 U 35/02
| Leitsatz: | Bei der Berufungsbegründungsfrist handelt es sich jedenfalls in den ersten Monaten nach Inkrafttreten der Regelung des § 520 Abs. 2 Satz 1 ZPO (Art. 2 Nr. 72, 53 Nr. 3 ZPO-RG) nicht um eine in der Kanzlei eines Rechtsanwalts geläufige und daher zur selbstständigen Berechnung druch Kanzleiangestellte geeignete Frist. Hat der Rechtsanwalt die Berechnung dieser Frist gleichwohl Kanzleiangestellten überlassen und wird die Frist versäumt, beruht die auf einem vom Rechtsanwalt zu vertretenden Organisationsmangel. |
| Rechtsgebiete: | ZPO, BGB, GKG |
| Vorschriften: | ZPO § 3, ZPO § 97 Abs. 1, ZPO § 222 Abs. 1, ZPO § 519 Abs. 2 Satz 2 a.F., ZPO § 520 Abs. 2 Satz 1 n.F., BGB § 187 Abs. 1, BGB § 188 Abs. 2, GKG § 12 Abs. 1, GKG § 14 Abs. 1, GKG § 22 Abs. 1, |
| Verfahrensgang: | LG Stendal 31 O 72/01 |
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