JuraForum.de > Urteile > OLG-NAUMBURG > Beschluss vom 23.03.2001, Aktenzeichen: 11 Wx 17/00
| Leitsatz: | 1. Bei Grundbucheintragungen, die vor dem 03.10.1990 auf dem Gebiet der ehemaligen DDR vorgenommen worden sind, sind "gesetzliche Vorschriften" die im Zeitpunkt der Eintragung geltenden Vorschriften des Rechts der ehemaligen DDR. 2. Ein Amtswiderspruch kann auch nach Umschreibung des unrichtig eingetragenen Rechts auf einen Dritten eingetragen werden, wenn die durch den Gesetzesverstoß entstandene Unrichtigkeit fortbesteht, weil der Dritte nicht gutgläubig erworben hat. 3. Eine "Ausfertigung" einer notariellen Urkunde, die von einem anderen Staatlichen Notariat als demjenigen erteilt worden war, das die Urschrift erstellt hatte und verwahrte, konnte auch vor dem 03.10.1990 nicht Grundlage einer Eintragung sein. |
| Rechtsgebiete: | RPflG, GDO, GBVerfO, GBO, BGB, VO, KostO, FGG |
| Vorschriften: | RPflG § 11 Abs. 2 S. 4, GDO § 8 Abs. 1, GBVerfO § 2, GBO § 13, GBO § 29, GBO § 76, GBO § 78, GBO § 80, GBO § 19, GBO § 20, GBO § 35, GBO § 53, BGB § 873, BGB § 925, BGB § 892, BGB § 894, BGB §§ 2353 ff, VO § 32 Abs. 3, KostO § 30, KostO § 131 Abs. 1, KostO § 30 Abs. 1, KostO § 31 Abs. 1 S. 1, FGG § 13 Abs. 1 S. 1, |
| Verfahrensgang: | LG Magdeburg 3 T 59/00 |
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