JuraForum.de > Urteile > OLG-NAUMBURG > Beschluss vom 09.03.2005, Aktenzeichen: 1 W 4/05 (Baul)
| Leitsatz: | Der Anwaltszwang des § 78 Abs. 1 ZPO ist für das Verfahren vor dem Landgericht und dem Oberlandesgericht durch § 222 Abs. 3 S. 2 BauGB insofern eingeschränkt, als nur diejenigen Beteiligten eines Rechtsanwalts bedürfen, die Anträge in der Hauptsache stellen. Der Antrag, die aufschiebende Wirkung der Anfechtung einer vorzeitigen Besitzeinweisung anzuordnen, betrifft aber nicht die Hauptsache und unterliegt deshalb auch im Beschwerdeverfahren vor dem Oberlandesgericht nicht dem Anwaltszwang (Anschluss an OLG Koblenz NVwZ 1986, 336). |
| Rechtsgebiete: | ZPO, BauGB, FStrG, VwGO, EntG LSA |
| Vorschriften: | ZPO § 78 Abs. 1, BauGB § 116, BauGB § 222 Abs. 3 S. 2, BauGB § 224 S. 1, FStrG § 18, FStrG § 18 Abs. 1 S. 1, FStrG § 18 Abs. 6a S. 1, FStrG § 18 f Abs. 1, FStrG § 18 f Abs. 1 Satz 1, FStrG § 18 f Abs. 1 Satz 2, FStrG § 18 f Abs. 1 Satz 3, VwGO § 8O Abs. 5, EntG LSA § 31, |
| Verfahrensgang: | LG Halle 7 O 2/05 vom 31.01.2005 |
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