JuraForum.de > Urteile > OLG-NAUMBURG > Beschluss vom 02.05.2001, Aktenzeichen: 14 UF 183/00
| Leitsatz: | Die Darlegungs- und Beweislast für eine unter Umständen fehlende Leistungsfähigkeit trifft nach der gesetzlichen Konzeption des § 1603 BGB, der als Ausschluss- bzw. Ausnahmetatbestand zur prinzipiell gegebenen Unterhaltspflicht auf Grund der §§ 1601, 1602 BGB geregelt ist, gleichsam negativ den Beklagten als Unterhaltsschuldner. Dies gilt jedenfalls uneingeschränkt soweit und solange, als die Unterhaltsforderung nicht über das existentiell unverzichtbare Minimum nach Maßgabe des durch § 1612b Abs. 5 BGB neuer Fassung modifizierten bzw. erhöhten Regelbetrages nach der Regelbetrags-Verordnung zu § 1612a BGB hinausgeht. Für einen entsprechenden Unterhaltsbedarf des minderjährigen Kindes nach § 1610 BGB besteht auf Grund der vorbezeichneten Vorschriften eine gesetzliche Vermutung. |
| Rechtsgebiete: | BGB, ZPO, GKG |
| Vorschriften: | BGB § 1603, BGB § 1601, BGB § 1602, BGB § 1612b Abs. 5, BGB § 1612a, BGB § 1610, BGB § 1612 a Abs. 2 Satz 2, BGB § 1612 b Abs. 1, BGB § 1603 Abs. 2 Satz 1, ZPO § 114, ZPO § 118 Abs. 1 Satz 4, GKG § 1 Abs. 1, GKG § 14, GKG § 17, |
| Verfahrensgang: | AG Magdeburg 29 F 9140/99 |
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