JuraForum.de > Urteile > OLG-MUENCHEN > Urteil vom 30.09.2004, Aktenzeichen: 1 U 3940/03
| Leitsatz: | 1. Ein nicht ausgefülltes und nicht unterschriebenes Aufklärungsformular in der Krankenakte bildet ein Indiz nicht für, sondern gegen die Durchführung eines Aufklärungsgesprächs. 2. Wenn vor dem ärztlichen Eingriff überhaupt keine Aufklärung erfolgt, genügt für den Beginn der Verjährung eines auf eine Aufklärungspflichtverletzung gestützten Anspruchs die Kenntnis vom Eintritt schwerwiegender Komplikationen. Nicht erforderlich ist das Wissen, dass sich ein typisches Risiko des Eingriffs verwirklicht hat. |
| Rechtsgebiete: | ZPO, BGB |
| Vorschriften: | ZPO § 139, BGB § 847 Abs. 1 a. F., BGB § 852 Abs. 2 a. F., |
| Verfahrensgang: | LG München I 9 O 12958/93 vom 25.06.2003 |
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