JuraForum.de > Urteile > OLG-MUENCHEN > Urteil vom 27.03.2003, Aktenzeichen: 1 U 4449/02
| Leitsatz: | 1. Ein in den Kausalverlauf eingreifendes Fehlverhalten Dritter unterbricht den Zurechnungszusammenhang nur, wenn es so völlig ungewöhnlich oder in außerordentlichem Umfang pflichtwidrig ist, dass bei wertender Betrachtung nur noch ein äußerlicher, gleichsam zufälliger Zusammenhang besteht. 2. Das Kürzungs- und Verteilungsverfahren nach §§ 155, 156 Abs. 3 VVG ist dem Betragsverfahren und nicht der Entscheidung über den Anspruchsgrund zuzurechnen. 3. Es ist, soweit Ansprüche auf Leistung und Feststellung aus dem gleichen tatsächlichen Vorgang abgeleitet werden und einen einheitlichen Klagegrund bilden, unzulässig, durch Teilurteil lediglich über den Leistungsantrag zu entscheiden. |
| Rechtsgebiete: | VVG, BGB, KfzPflVV, SGB X, PflVG, StVG, ZPO |
| Vorschriften: | VVG § 155, VVG § 156 Abs. 3, BGB § 823, BGB § 831, BGB § 847, KfzPflVV § 8, SGB X § 116 Abs. 2, PflVG § 3 Nr. 1, StVG § 7, ZPO § 304, ZPO § 538 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4, ZPO § 538 Abs. 2 Satz 1 Nr. 7, ZPO § 538 Abs. 2 Satz 1 letzter Halbsatz, |
| Verfahrensgang: | LG München II 3 O 7051/98 vom 30.07.2002 |
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