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JuraForum.deUrteileOLG-MUENCHENUrteil vom 26.06.2002, Aktenzeichen: 7 U 5730/01 



OLG-MUENCHEN – Aktenzeichen: 7 U 5730/01

Urteil vom 26.06.2002


Leitsatz:1. Wird in einem Formularvertrag, der ein Franchise-Verhältnis in Subordination begründet, der Franchisenehmer einseitig mit dem Amortisations-, Liquiditäts- und Delcredere-Risiko belastet und ein in entsprechender Anwendung des § 89 b HGB bestehender Ausgleichsanspruch ausgeschlossen, so stellt dies eine unangemessene Benachteiligung des Franchisenehmers im Sinne des § 9 AGBG a.F. dar.

2. Ist ein rechtlicher Aspekt schriftsätzlich eingehend thematisiert worden und erklärt der Prozeßbevollmächtigte der Gegenpartei auf entsprechenden Vorhalt des Gerichts, Schriftsätze von 35 oder 40 Seiten pflege er im vorliegenden Verfahren nicht mehr zu lesen, so besteht in aller Regel kein Raum für die Einräumung einer beantragten Schriftsatzfrist.
Rechtsgebiete:HGB, AGBG, BGB, ZPO
Vorschriften:HGB § 87 a Abs. 2, HGB § 89 b, HGB § 90 a Abs. 1 Satz 3, AGBG § 1 Abs. 2 a.F., AGBG § 6 Abs. 1 a.F., AGBG § 6 Abs. 3 a.F., AGBG § 9, AGBG § 10, AGBG § 11, AGBG § 9 Abs. 1, AGBG § 24 a.F., BGB § 138, BGB § 138 Abs. 1, BGB § 254, BGB § 339, BGB § 812 Abs. 1 Satz 1, 1. Alt., ZPO § 97 Abs. 1, ZPO § 543 Abs. 1 Ziffer 1 n.F., ZPO § 708 Nr. 10, ZPO § 711,
Verfahrensgang:LG München I 14 HKO 8734/01 vom 26.10.2001

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