JuraForum.de > Urteile > OLG-MUENCHEN > Urteil vom 26.05.2004, Aktenzeichen: 7 U 2012/03
| Leitsatz: | 1. Sind in einer Vertragsurkunde nicht nur die Ansprüche der Parteien des Hauptvertrags geregelt, sondern wird darin auch die Bürgschaftsverpflichtung eines Dritten hinsichtlich dieser Ansprüche begründet, so kann eine Gerichtsstandsabrede hinsichtlich aller Streitigkeiten aus dieser Vereinbarung nach den Grundsätzen des § 139 BGB auch dann für Ansprüche gegen den Schuldner des Hauptvertrags Wirkung entfalten, wenn die Gerichtsstandsvereinbarung hinsichtlich der Bürgschaft mangels Prorogationsfähigkeit des Bürgen unwirksam ist. 2. Eine Gerichtsstandsvereinbarung hinsichtlich des Hauptvertrags (hier: Miete eines Großbohrgeräts) erfaßt bei einer an der Natur der Sache orientierten, nach beiden Seiten interessengerechten Auslegung in der Regel auch Ansprüche aus Nebenabreden der Parteien beispielsweise über den Ersatz von Verschleißteilen und Werkzeugen. |
| Rechtsgebiete: | BGB, ZPO |
| Vorschriften: | BGB § 139, BGB § 242, BGB § 367, BGB § 425 Abs. 1, BGB §§ 535 ff., BGB § 535 Abs. 2, BGB § 536 c, BGB § 537 Abs. 1, BGB § 546 a n.F., BGB § 552 a.F., BGB § 557 Abs. 1 Satz 1 a.F., BGB §§ 611 ff, ZPO § 38 Abs. 1, ZPO § 38 Abs. 2 Satz 3, ZPO § 91 a, ZPO § 139, ZPO § 287 Abs. 1, ZPO § 513, ZPO § 513 Abs. 2 n.F., ZPO § 533 Abs. 2 Nr. 3, |
| Verfahrensgang: | LG München I 12 HKO 17662/01 vom 09.01.2003 |
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